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How-To: Maniküre mit Shellac

Gel-Nägel: früher habe ich damit spontan eine wasserstoffblonde Tussi, mit langen, spitzen Nägeln, verbunden, die im Shopping-Center Kaffee trinken geht – hallo Vorurteile! Kennt ihr das? Man erwischt sich spontan bei diesen Gedanken. Mittlerweile hat sich dieser verflüchtigt, denn Gel-Nägel sind der scheinbar stilvolleren, unkomplizierteren und schonenderen Technik der Maniküre mit Shellac gewichen.

Auch wenn der Gebrauch von Shellac in Verbindung mit schädlichen UV-Lampen in Zusammenhang gebracht wird, kann ich euch beruhigen. Es gibt eine Lösung und die heißt: LED-Lampe. Diese setzen eure Nägel und Hände keinen schädlichen UV-Strahlen aus. Sie bringt aber das gleiche Ergebnis und wird zum Härten des Lacks benötigt.

Aber wie kommt man auf die Idee, Shellac zu verwenden? Das ist bei mir ganz einfach: ich bin ein wenig ungeduldig und ungeschickt. Bei „normalem“ Nagellack verliere ich irgendwann die Geduld, denn nach Base-, Farbe- und Top-Lackiererei möchte ich endlich etwas tun. Dinge anfassen geht aber mindestens eine halbe Stunde lang nicht. Auch nicht zwischen den Schichten. Wer hat schon so viel Zeit? Und Muße? Außerdem passiert IMMER ein Malheur und ein Nagel trocknet verwischt oder weist am Ende ein Cut auf. Nochmal lackieren oder mit Würde tragen? Die Entscheidung fällt mir meistens leicht – ich stehe ja zu meinen Fehlern und niemand ist perfekt, aber es stört schon ein wenig.

Shellac: Die Vorteile

  1. Auch diese Art des Lackierens benötigt ein wenig Zeit, aber der Lack trocknet durch die LED-Lampe innerhalb von 30-60 Sekunden und das ist in meiner Welt Gold wert.
  2. Die Arbeit des Ganzen reduziert sich auf etwa die Hälfte, je nachdem wie oft der Farblack drauf kommt. Je öfter, desto intensiver ist auch hier das Farbergebnis.
  3. Natürlich kann ich auch bestätigen, dass der Lack in etwa eine Woche hält.

Shellac: Die Nachteile

  1. Man benötigt eine Grundausrüstung – das war´s.

Shellac: Die Ausrüstung

Die Dinge, die du für Shellac-Maniküre benötigst, bestellst du am besten (zB. bei Amazon). Die Auswahl ist groß, du kannst vieles oder sogar alles auf einmal ordern und es kommt relativ schnell zu dir nach Hause.

Shellac Flatlay Utensilien

Im Grunde geht es um:

  • Base- und Top Coat
  • Farblack(e) – gibt´s als Box (perfekt zum Testen unterschiedlicher Töne)
  • Alkohol
  • Nagellackentferner, acetonfrei
  • Buffer
  • Nagelhaut-Stäbchen
  • Wattepads
  • LED-Lampe

Um den Shellac wieder von den Nägeln zu bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten: du kannst ihn einfach abziehen (das geht meistens nicht am Stück, sondern man muss hier und da Rückstände runterkratzen) oder du besorgst dir vom Drogeriemarkt spezielle Gel-Nägel-Abnehmtücher. Diese wickelst du um den Nagel, um den Lack danach einfacher lösen zu können. Ich persönlich lackiere viel und gern mit Shellac und bekomme den Lack auch wieder gut von den Fingern, ohne sie zu beschädigen. Wer Shellac verwenden will und ihn nicht wieder einfach herunterbekommt, hat mit den Tüchern eine schonende aber auch teurere Variante zur Verfügung.

Shellac: Die Anwendung

Du hast alle Utensilien bereits daheim und möchtest eine Step-by-Step Anleitung?

Hier findest du alle Schritte, um deine Nägel mit Shellac zu lackieren:

  1. Nägel schneiden, feilen und aufrauen (Buffer)
  2. Entfetten (mit dem Alkohol von zB. She Stylezone)
  3. Base Coat > 30 Sekunden unter der LED Lampe aushärten lassen
  4. Farblack so dünn wie möglich auftragen > je Schicht 60 Sekunden aushärten
  5. Top Coat > ebenfalls 60 Sekunden aushärten lassen
  6. Mit acetonfreiem Nagellackentferner die sogenannte Schwitzschicht entfernen 
  7. FERTIG

Es ist eine einfache aber wirkungsvolle und unbedenkliche Prozedur. Du benötigst bestimmt nicht mehr Zeit als beim „normalen“ Lackieren und der Vorteil ist klar: kein langes Warten und längere Haltbarkeit.

Aktuell verwende und empfehle ich Shellac von den Marken Elite 99 und  Gellen – online erhältlich.

Wie lackierst du am liebsten?

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